Die Energiepreise in Würzburg sind hier ja öfter mal Thema. Und ich werde auch beim besten Willen nicht schlau aus der Preispolitik der WVV. Meiner Meinung nach haben sie des öfteren Preise, die kaum konkurrenzfähig sind, suchen sich aber ein Preissegment aus, in dem sie nicht schlecht dastehen. Das bewerben sie dann.
Interessant fand ich heute dann den Preisvergleich, den die WVV auf der Homepage kundtut:
Da steht tatsächlich, dass der E-wie-Einfach-Tarif für den Beispielkunden (Familie, 4500 kWh/Jahr) mit 953,35 Euro günstiger ist als der WVV-Tarif für 978,81. Zwar nur 25 Euro im Jahr, aber preissensible Kunden gewinnt man dadurch nicht. Zumal die auch in der Lage sein sollten, ein Preisvergleichsportal im Browser anzusurfen und mit dem individuellen Verbrauchsprofil mehr als drei Anbieter zu vergleichen.
Beim Gaspreis schafft es die WVV sogar, der günstigste der drei angezeigten Anbieter zu sein. Allerdings zeigt ein Preisvergleich im Internet auch hier, dass es teilweise noch deutlich günstigere Angebote gibt.
Da frage ich mich schon, ob es generell für Anbieter eine gute Idee ist, Preisvergleiche als Werbung einsetzen zu wollen. Zumindest, wenn man nicht der Preisführer ist – und wohl auch nicht den Anspruch hat, dieser werden zu wollen.
