DIe Kälte hat uns heute direkt von der Zwiebelkirchweih in eine Weinstube vertrieben. Wer jetzt meint, wir wären da versandet, der täuscht.
Aber wir durften – nicht ganz freiwillig – die Bekanntschaft von zwei Menschen vom Nebentisch machen. In der ersten Runde wurden wir nur gefragt, warum wir alle Brillen tragen. Nach zwei weiteren Schoppen (der Leute am Nebentisch) kamen sie dann doch nochmal an unseren Tisch. Wir spielten dann heiteres “Was bin ich?” Einzig ich wurde sofort als Pädagogin (Gymnasiumslehrerin) enttarnt. Clou wurde hartnäckig als “im Krankenhaus” bezeichnet. Die Freundin wurde als “Sportlehrerin” identifiziert nur der Freund dazu hat es ihr ein bisschen schwer gemacht. Im Laufe des heiteren Ratespiels hatten wir auch erfahren, dass sie 30 Jahre lang Sportlehrerin war und mit einem Araber verheiratet war. Arabische Sprachproben gab es auch, nachdem wir den Fehler gemacht hatten, nachzufragen. Ihr Freund ist übrigens Künstler. Nachdem sich das Gespräch dann eine Viertelstunde im Kreis um immer die gleichen drei Berufe gedreht hat, hat unser 4. Mann aufgelöst, dass er Musikwisschenschaftler ist.
Wer gedacht hat, das ganze wäre jetzt überstanden, der täuscht sich…
Denn jetzt ging es erst richtig los. Wir bekamen eine kurze Bauchtanzvorführung und ein Gespräch über Muslimische Musik aufgenötigt während ihr Geliebter immer wieder versucht hat, sie zum Heimgehen zu nötigen. Irgendwann hatte sie dann ein Einsehen mit unseren Lachmuskeln und hat sich von ihrem Kompagnon vom Heimgehen überzeugen lassen.
Ich glaube, die Kneipe hat sich bestens amüsiert über die kleine skurile Episode… Wir übrigens auch!