Hallo zusammen,
nach ziemlich langer Blogpause doch wieder mal ein Artikel. Über das Thema, das die Stadt derzeit wohl am meisten bewegt: Das Bürger- und das Ratsbegehren am Sonntag. Es wird sicher spannend werden. Vereinzelt wurden auch schon Vergleiche zum letzten erfolgreichen Bürgerbegehren in Würzburg gezogen. Damals wurden erfolgreich die Arcaden am Bahnhof verhindert. Ein Grund, warum sich damals der Stadtrat mit seinem Ratsbegehren nicht durchsetzen konnte war meines Erachtens dessen mangelnde Glaubwürdigkeit. Zuerst wurde den Bürgern erzählt: Es gibt die Arcaden, und eine attraktive Veranstaltungshalle. Als das gescheitert war, zog die damalige OB das Mozart-Areal aus dem Hut. Das wurde dann den Arcaden zum Verhängnis. Denn nach der Veranstaltungshalle sollte es anschließend um den Bahnhof gehen. Der würde nur renoviert, wenn auch ein Einkaufszentrum gebaut würde. So hatte man schließlich drei Projekte durchs Dorf getrieben. Jedes angeblich notwendiger als das andere. Am Schluss war man gescheitert. Dass die Argumentation der Gegner, das Einkaufszentrum würde im Ringpark entstehen auch nicht so wirklich korrekt war fällt da fast nicht ins Gewicht.
Jetzt also wieder die gleiche Situation? Diesmal scheinen mir die Rollen vertauscht: Die Bürgerinitiative scheint immer wieder neue Argumente aus dem Hut zu zaubern: Es gäbe Alternativen in den Leightons. Der Naturschutz. Die Verkehrssituation. Allein keines davon finde ich wirklich überzeugend: Die Leightons werden eventuell für den Studentenberg gar nicht rechtzeitig frei. Auch deshalb hat die Uni parallell zur Leighton-Planung ein neues Hörsaal- und ein neues Praktikumsgebäude am Hubland geplant. Für die verbauten Ackerflächen werden Ausgleichsflächen geschaffen. Für die Verkehrssituation ist der FH-Standort eher Segen als Fluch: Der ÖPNV wird in diesem Bereich ausgebaut werden müssen. Das kommt auch direkt den Anwohnern zu Gute!
Ebenso wird den Anwohnern zu Gute kommen, dass das Hubland damit wieder ein kleines Stück an die Keesburg heranrückt. Als ich 1995 nach Würzburg gezogen bin habe ich zunächst am Hubland 16 gewohnt. Damals ist praktisch jeder Student in die Keesburg zum Einkaufen gegangen. Der tegut am Hubland wird sich auch bei den Geschäften dort deutlich bemerkbar gemacht haben. Von daher wäre es durchaus positiv, falls sich hier wieder etwas Wirtschaftskraft in Richtung Keesburg verschieben würde.
Deshalb werde ich am Sonntag für Brügerbegehren 2 stimmen!