Eltern haben es generell nicht leicht. Den Tag lang sind sie für die Kinder da, abends wird Wohnung geputzt. Manchmal findet sich sogar noch Zeit, eine DVD einzuschieben und einen Film zu schauen. Ideal sind da Folgen von Shaun the Sheep oder auch Wallace and Gromit. Die dauern nicht länger als eine halbe Stunde.
Bei allem, was länger dauert besteht unweigerlich die Gefahr, dass man – egal ob der aktuelle Film interessant ist oder nicht – mittendrin nach der Hälfte einschläft. Dann denkt man sich, wenn man das DVD-Regal betrachtet: “Oh, alle Filme nur halb gesehen” und denkt an die Kaffeewebung aus den 80er Jahren, bei der alle Tassen nach der Feier noch halb voll waren.
Weil man aber, obwohl man schon traurige Gewissheit hat, dass man während eines Films einschlafen wird, diesen trotzdem schaut wäre ein weiteres Genre der Filmkritik wünschenswert: Die Halbfilmkritik. Diese Kritik würde alles beinhalten, was den ersten Teil eines Filmes ausmacht und empfehlen, ob der Film trotzdem sehenswert ist, auch wenn man nicht weiterschaut. So habe wir schon herausgefunden, dass “Das Leben der Anderen” und “Neues vom Wixxer” keine guten Halbfilme sind. Einfach zu unrund, direkt nach der Hälfte aufzuhören. Gestern haben wir uns hingegen “Unglaublich” mit Audrey Tautou angesehen.Hier war das Problem anders herum gelagert: Wir hatten den ganzen Film gesehen aber das Gefühl, nur den halben Film geschaut zu haben. So richtig lässt sich die Handlung nicht fassen. Unser Fazit für alle Halbfilmkucker deshalb: Es ist völlig egal, ob ihr den Film ganz oder nur zur Hälfte schaut: Es wird nicht viel anders. Aber trotzdem übrigens kein schlechter Film!