Archiv für die Kategorie „Bayern“

Wer wird Spitzenkandidat?

Mittwoch, 8. Oktober 2008

So, jetzt ist es also so sicher: Horst Seehofer soll es richten, als Ministerpräsident und CSU-Chef. Interessant ist dabei, dass die CSU damit einen profilierten Bundespolitiker zurück in die Provinz schickt. Klar, da brennt ja auch gerade die Hütte. Aber für die bundespolitische Relevanz der CSU ist das wohl ein weiterer Rückschritt: Wir erinnern uns: Die CSU-Landesgruppe im Bundestag hatte Seehofer bereits zum Spitzenkandidaten für die 2009 anstehende Bundestagswahl nominiert. Das kann er jetzt schwerlich (auch) noch machen. Aber wer dann? Der verbleibende Bundesminister Glos? Der hüpft ja auch nur ziemlich farblos durch die Gegend. Aber ohne Zugpferd könnte es eng werden. Es bleibt also spannend…

Flexibilität made by CSU

Dienstag, 7. Oktober 2008

Manchmal wundert man sich ja schon ein bisschen: Da wollte die CSU den Seehofer nicht als Vorsitzenden haben, sondern den Huber, und ein Jahr später ist er der Heilsbringer. So sehr Heilsbringer, dass ihn einige CSU-Bezirksverbände sogar zum Ministerpräsidenten machen wollen. Das ist wiederum deshalb bemerkenswert, da ja landauf-landab der Beckstein verkniffen von den Wahlplakatwänden gelächelt hat. Und der Seehofer gar nicht gewählt wurde. Die weniger werdenden CSU-Wählerinnen und Wähler bekommen also etwas, was sie nicht gewählt und vielleicht auch nicht gewollt haben.

Wenn allerdings der Seehofer die Wunderwaffe für alles mögliche ist, dann kann man ihn doch auch zum Klinsmann-Nachfolger beim FC Bayern machen, und auch die Zeit des Übergangspapstes wird irgendwann zu Ende gehen – darf er dann als Horst der Erste nach Rom gehen? Er scheint momentan auf jeden Fall für Alles geeignet sein. Ach. Gerade lese ich, dass der Vorstandsposten der Hypo Real Estate freigeworden ist. Wäre das vielleicht was?

X = -6,6

Montag, 29. September 2008

50 plus ein großes X, das war das Wahlziel der CSU für die Landtagswahl. Dieses Ziel hat sie locker erreicht, denn betragsmäßig ist das X durchaus sehr groß. Mit dem negativen Vorzeichen wird die CSU allerdings wohl nicht so ganz zufrieden sein.

Natürlich ist das Abschneiden der SPD auch alles andere als erfreulich, für Unterfranken ist sicher bedeutsam, dass die vier “roten” Landtagsmandate gehalten werden konnten. Morgen wird dann klar sein, ob “unser” Kandidat Marco Schneider den Sprung ins Maximilianeum geschafft hat. Ich hoffe es!

Post vom Finanzamt… schon wieder ;-)

Donnerstag, 29. November 2007

Im letzten Eintrag schrub ich davon, dass ich Post vom Finanzamt hätte. Mittlerweile liegt schon die Fortsetzung vor. Die Antwort vom Finanzamt, dass das Fahrzeug nicht vom Datenaustausch erfasst sei. Schade eigentlich. Man wolle mir aber – ganz unbürokratisch – den Gang zur Zulassungsstelle ersparen und bittet mich, den Kaufvertrag vorzulegen auf dem der Partikelfilter verzeichnet ist. Alternativ tut’s auch eine Bescheinigung, dass das Fahrzeug einen Partikelfilter hat.

Das ist doch mal wirklich recht unbürokratisch.

Post vom Finanzamt…

Donnerstag, 22. November 2007

…war in den vergangenen Jahren meist recht nett, denn einmal im Jahr war’s der Steuerbescheid, der kurz darauf in einer nicht ganz kleinen Rückzahlung auf dem Konto mündete.

In so fern hat mich der Brief heute schon gewundert. Aber, kein Problem, es war nur die Kfz-Steuer für 2008. Doch was sehen meine Augen? Das Finanzamt will mehr Geld von mir, da unser serienmäßig mit Partikelfilter ausgestattete Peugeot 307 SW angeblich nicht über einen Partikelfilter verfügt. Wie bringe ich das jetzt dem Finanzamt bei?

Ein erstes Googlen führt vor allem zu Peugeot-Diskussionsforen, alle haben das gleiche Problem, teilweise liegen die Beiträge schon fast ein halbes Jahr zurück. Na, dann müsste ja zumindest Peugeot bescheid wissen: Die Kundenhotline weiß auch was, zumindest so ein bisschen, man solle vom Händler eine Bestätigung holen, dass das Auto mit Partikelfilter ausgerüstet ist, zur Zulassungsstelle laufen, und dort den Eintrag ändern lassen. Irgendiwe umständlich. Außerdem wundert man sich bei Peugeot, dass man schon mehrfach die Daten geliefert hätte und immer noch nichts abgeglichen sei.

Weiteres Googlen bringt dann doch noch etwas, vielleicht erfreulicheres Ergebnis: Eine Pressemitteilung aus dem Staatsministerium der Finanzen höchstselbst. Man hat sich dort, weil das ja mittlerweile schon der Exportschlager aus Bayern ist, den Bürokratieabbau auf die Fahnen geschrieben. Dort heißt es:

Die Finanzverwaltung hat eine unbürokratische Lösung für Besitzer von Diesel-Pkw mit serienmäßig eingebauten Partikelfiltern gefunden, die keinen entsprechenden Eintrag in den Fahrzeugpapieren haben: Sofern die Fahrzeughersteller die für eine Anerkennung notwendigen Daten dem Kraftfahrt-Bundesamt zur Verfügung stellen, kann die Finanzverwaltung auch ohne Vorlage der geänderten Zulassungspapiere diese Fahrzeuge als besonders partikelreduziert besteuern. Die Finanzverwaltung appelliert daher an die Hersteller ihre Angaben beim Kraftfahrt-Bundesamt zu ergänzen, um der Steuerverwaltung die Korrektur etwaig fehlerhafter Steuerbescheide zu ermöglichen.

Fein. Der Datenabgleich sollte “im Herbst” erfolgen. Ganz unbürokratisch unkonkret angegeben. Also muss ich doch noch ganz unbürokratisch Einsruch gegen den Bescheid einlegen, um zu erfahren, ob hier noch das Kraftfahrtbundesamt, die Finanzverwaltung, oder der Hersteller schläft:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich gegen den Bescheid vom 20.11. zur Festsetzung der Kfz-Steuer Einspruch ein, da mein Kraftfahrzeug serienmäßig über einen Diesel-Partikelfilter verfügt.

Der falsche Bescheid wundert mich insbesondere, da in Pressemitteilung 227/2007 des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen angekündigt wurde, dass die Finanzverwaltung eine unbürokratische Lösung für Besitzer von Diesel-Pkw mit serienmäßig eingebauten Partikelfiltern gefunden habe, die den Gang zur Zulassungsstelle ersparen soll. Es wäre daher sehr freundlich, wenn Sie klären und mir mitteilen könnten, ob der in der Pressemitteilung für Herbst angekündigte Datenabgleich der Finanzverwaltung mit dem Kraftfahrt-Bundesamt bereits stattgefunden hat.

Mit freundlichen Grüßen
etc…

Mal abwarten, was als Antwort zurückkommt…

Edit: Antwort ist da…

Gammelfleisch, die X-te

Freitag, 10. November 2006

So langsam entwickelt sich das bayerische Ministerium für Gammelfleisch Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz zur echten Realsatirekanone. Aktuell meldet die Süddeutsche, dass in Bayern wieder mutmaßliches Gammelfleisch entdeckt wurde. Das wundert nicht, denn schließlich gab’s ja vor kurzem schon ein paar handfeste Skandale. Mal sehen, ein wieviel-Punkte-Programm die Staatsregierung dieses mal auflegt. Der eigentliche Skandal dieses mal: Das Ministerium wußte bescheid, hat aber nicht reagiert.

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Schnappi, gib mir Sieben. Äh, Fünf. Äh, Dreizehn (Update)

Mittwoch, 13. September 2006

Hm, in den letzten Tagen hab ich mich oft gefragt, was man als Verbraucherschutzminister eigentlich so macht, wenn man einen Fleischskandal an der Backe hat. Die naheliegende Vermutung angesichts Gammelfleisch-Skandalen Oktober/November/Dezember 2005, Berger-Wild-Skandal Januar 2006 Und Gammelfleisch-Skandal August/September 2006 war erstmal: Nix. Stimmt aber gar nicht.
Man macht Programme. Zum Beispiel im November 2005. Da gab’s das Sieben-Punkte-Programm: (weiterlesen…)