Archiv für die Kategorie „ausprobieren“

getestet und für cool befunden

Dienstag, 6. Juni 2006

Würzburg liegt zwar nicht am Meer─ dafür aber am Mee, der je nach Region auch Mä, Mo oder Ma oder ähnlich genannt wird (jetzt wenn mensch das mit der Lautschrift in der Schule mal gelernt hätte…).Aber ganz egal, wie man den Fluss nennt, da gibts jetzt einen Strand, den Stadtstrand

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Abenteuer Ostereier färben

Samstag, 15. April 2006

Jetzt ist ja quasi Ostern und Ostern gibts Ostereier. Und Ostereier schauen bunt ja viel schöner aus als so schlicht weiss oder braun… Deswegen werden Ostereier ja auch gefärbt. Und früher, als mensch sich noch nicht soviel gedanken um bio und giftig usw. gemacht hat, da hat man einfach im Supermarkt ein paar Ostereierfarben gekauft, die aufgelöst und die Eier dann da reingelegt und gefärbt. Was wir früher da so alles mitgegessen haben *kopfschüttel* . Aber dafür waren die Eier dann wenigstens ordentlich bunt.

Heute hab ich mal wieder selber versucht, Ostereier zu färben. Aber natürlich natürlich – und nicht so mit chemischen Färbemitteln. Das Internet ist recht hilfreich. Nach einem hoffnungsfrohen “Ostereier färben” googeln und zwei Stunden Ergebnis-Auswertung kam ich zu dem Ergebnis, dass alles, was irgendwie färbt, auch Eier färbt. Das war auch ganz gut so, weil wer hat schon standartmäßig rote Beete, getrocknete Heidelbeeren und diverse Pülverchen und Gewürze daheim.
Nach der Theorie gings dann heute an die Praxis. Im empirischen Feldversuch habe ich verschiedene Färbe-Mittel getestet (also das, was unser Haushalt am Samstag abend, kurz nach Ladenschluss halt so hergibt):
Kurkuma – alter nicht mehr trinkbarer Rotwein (natürlich ein Bio-Produkt!) – Rojbusch-Tee – Spinat – Zwiebelschalen.
Um die Sache schwieriger zu machen, haben wir Bio-Eier genommen (gesund ist gesünder!) und die sind meistens braun. Mit weißen Eiern kann das ja jeder.

Tolle Effekte gab es mit Zwiebel-Schalen. Am besten wird es, wenn man zusätzlich zu Ei, Zwiebelschalen, Wasser, Essig und Kochtopf, Schnur und eine alte Feinstrumpfhose verwendet. Klingt kompliziert, ist aber gar nicht so schwierig. Man wickelt um das rohe Ei die braunen Zwiebelschalen, packt das dann in ein Stück alte Feinstrumpfhose (damit die Zwiebelschalen nicht davonschwimmen) und schnürt das ganze dann fest und kocht dann die Eier hart. Den Schuss Essig ins Wasser nicht vergessen…

und dann schaut das ungefähr so aus:

Eier kochen

Das Ergebnis sind braun gefleckte Eier. Ohne die aufwendige Wickeltechnik gibt es auch einen schönen warmben rot-braunen Farbton. Zwiebeln sind toll!

Das Ergebnis der Färbstudie im Einzelnen

Das Ergebnis

In der hinteren Reihe von links nach rechts:
Kurkuma – Spinat gewickelt – Rotwein – Zwiebel

In der vorderen Reihe ebenfalls von links nach rechts:
Zwiebel gewickelt auf weißem Ei – Spinat gewickelt und in Zwiebelfarbe weitergefärbt – Zwiebel gewickelt auf braunem Ei

Das Fazit:

  • Roibusch-Tee besser Trinken – Eier färben tut er auf alle Fälle nicht (vielleicht lag es aber auch am neutralen Vanille-Aroma???).
  • Spinat scheint – auch mit der aufwendigen Wickeltechnik nur eine sehr zarte Grünfärbung zu geben, die sich nur durch eintauchen in die Zwiebelfarbe noch retten lies… Merke: Spinat ist zum Essen da. Spinat und Eier = Gründonnerstag.
  • Aber Rotwein färbt wiederum recht gut. Man muss dem Ei nur genug Zeit geben (t > 45 Min) – allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob das Ei dann auch von Kindern gegessen werden sollte…
  • Und mit Kurkuma kann man bestimmt weiße Eier wunderbar so färben, dass sie wie braune Eier aussehen

Wir haben heute gelernt, wie man braune Eier mit geringem Aufwand zu verschiedenfarbig braunen Ostereiern färben kann. In einem Österlichen Garten sind diese Eier viel schwieriger zu finden, weil sie sich optimal an ihre Umgebung (noch im Gras liegendes Laub) anpassen. Auch im Osternest harmonieren sie sehr gut mit dem grünen Ostergras, dem goldenen Schokoladenhäschen und den hellbraunen Mürbteig-Osterhasen. Außderdem sind die knalligen Farben ja dieses Jahr eh out und falls nächstes Jahr die Rot-Töne im Kommen sind gibt es ja noch Rotkraut, Rote Beete, Tomaten, Malven-Tee und Wachsmalkreide.

neulich in den Weiten des www

Donnerstag, 22. Dezember 2005

für diejenigen, die gerne scharf essen – das geht auch süß. (weiterlesen …)