Call-a-bike in Würzburg

Abseits des medialen Mainstreams wird oft kaum bemerkt, dass die Deutsche Bahn auch ein Kerngeschäft hat. Oder man meint, dass ebendieses irgendwie primär mit elektronischer Datenverarbeitung zu tun haben muss. Dass dies nicht der Fall ist sieht man ja schon alleine daran, dass es die Bahn nicht immer schafft E-Mails zuverlässig von A nach B zu transportieren.

Es gibt jetzt bestimmt Leute, die sagen: Man hört aber auch von erstaunlich vielen Personenbeförderungsfällen, dass sie nicht ordnungsgemäß befördert wurden. Oder mit großer Verspätung. Aber die Dunkelziffer derjenigen Kunden, die doch mit erträglich geringer Verzögerung am Zielort angekommen sind soll gar nicht mal so klein sein.

Bemerkenswert ist dabei, dass die Bahn es schafft, nicht nur im Schienenverkehr ein großer “Player” zu sein. Auch in der Logistik und sogar im Individualverkehr abseits der Schiene sind sie im Geschäft (das wirft natürlich die Frage auf, ob es auch Individualverkehr auf Schienen gibt – ein Zug, der nur mit einem Fahrgast besetzt ist und sich nicht an den Fahrplan halten muss? Aber das ist nur ein Nebengleis…). Mit PKW beim Carsharing zum Beispiel, das ich für eine interessante Alternative zum eigenen (Zweit-)PKW halte (aber – noch – nicht selbst nutze). Und eben mit Call-a-Bike. Einem Fahrradverleih in verschiedenen Ausprägungen. Von sehr flexibel – man kann das Fahrrad irgendwo im Innenstadtbereich an einer Kreuzung abstellen – bis weniger flexibel: man kann die Räder an verschiedenen Stationen ausleihen und zurückbringen.

Die letztgenannte Variante startet jetzt auch in Würzburg. Laut Pressemitteilung schon seit zwei Tagen, laut Webseite erst ab dem dritten April. Da ich in nächster Zeit nicht am Bahnhof vorbeikommen werde kann ich das leider nicht überprüfen. Aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen Leser bei der Planung von Stadttouren, die abseits der Straßenbahngleise entlang führen sollen.

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