Mini-Notebook: Kaufentscheidung

Unser altes Notebook hat seine beste Zeit schon hinter sich. Angetrieben von einem Transmeta Crusoe werkelte es zwar mit einer beeindruckenden Batterielaufzeit vor sich hin – mittlerweile ist der Akku aber platt. Es war günstig in der Anschaffung, aber mittlerweile ist es eigentlich selbst als Schreib- und Surfmaschine zu langsam. Und genau für diesen Zweck scheint ein Mini-Notebook auszureichen. Zeit um zu schauen, was der Markt so hergibt. Gegenwärtig bin ich noch in der Entscheidungsfindungsphase, überlege mir, was mir wichtig ist, und schaue mir an, was mir auf dem Markt so aufgefallen ist. Das ist dann natürlich höchst subjektiv, aber ich blogge es trotzdem einmal, vielleicht nützt es ja jemandem ;-)

Die Verwirrung fängt ja schon beim Namen an: Psion hatte mal ein Gerät mit dem Namen “Netbook” hergestellt, und möchte jetzt seine Namensrechte verteidigen, nachdem Intel den Begriff als Bezeichnung für besonders kleine und günstige Notebooks verwendet hatte. Sollen die sich miteinander ärgern, mich freut zumindest, dass es solch günstige Geräte gibt.

Angefangen hat der Boom damit, dass Asus den EeePC 700 herausgebracht hatte. Ein sieben Zoll großer Bildschirm, 2 GB Solid-State-Festplatte, WLAN, Touchpad. Viel mehr konnte (und musste) das Gerät nicht bieten, damit es zum Verkaufsschlager avancierte und längere Zeit schwer lieferbar war.

Mittlerweile ist der Markt unübersichtlicher, Asus sogar wohl nicht mehr Marktführer, und die Optionen vielfältiger. Man muss also erstmal ein paar Entscheiduungen treffen:

Monitor: 9 Zoll oder 10 Zoll?
Okay, sieben Zoll bei 800×480 Pixeln machen keinen Spaß. Stand der Technik sind eine Auflösung von 1024×600 bei einer Diagonale von 9 oder 10 Zoll. Das macht sich bemerkbar, allerdings war ich durchaus der Meinung, dass man schon mit den 9-Zöllern vernünftig arbeiten kann.

Monitor: Matt oder glänzend?
Viele finden es eine Unsitte, dass immer mehr Notebook-Displays glänzend statt matt sind. Gute matte Displays sind auch bei sehr heller Umgebung lesbar, glänzende dann oft nur noch als Schminkspiegel zu gebrauchen. Matt scheint mir hier besser zu sein

Akku: Klein oder Groß?
Manche Kleinstrechner sind mit richtig dicken Akkus ausgestattet, mehr als sechs Stunden ist die Laufzeit. Hier ist größer auf jeden Fall besser als kleiner.

Speicher: Solid State oder Festplatte?
Ohne Festplatte hat ein Rechner keine bewegten Teile, der Speicherplatz auf günstigen Solid-State-Drives ist recht begrenzt. Klar:es wäre schön, die gesamte Musiksammlung mitnehmen zu können, aber zur Not tut’s auch ein kleinerer Speicher

Betriebssystem: Windows oder Linux?
Hier ist meine Präferenz klar: Linux soll es sein. Nur: gibt es das gewünschte Modell auch mit Linux? Bei teureren Modellen wird oft Windows XP eingesetzt, bei günstigeren Linux. Klar, Linux-Maschinen werden von den wenigsten Überzeugungstätern gekauft, sondern wegen dem günstigen Preis. In dem Fall muss man fast sagen: Zum Glück! Denn sonst wäre der Marktanteil von Linux bei der Inspiron Mini-Linie von Dell bei weit weniger als einem Drittel. Microsoft wurde von dem Boom offensichtlich völlig falsch erwischt, plötzlich galt das ewige “schneller – größer – mehr Speicher” nicht mehr. Vista lief nicht, XP muss deshalb jetzt in die Verlängerung. Immerhin reicht die Marktmacht aus Redmond aus um Harwarebeschränkungen durchzusetzen. So dürfen Mini-Rechner, auf denen Windows XP läuft, nicht mehr als 160 GB Festplattenspeicher und 1GB Hauptspeicher haben.

Das sind so spontan die Merkmale, die ich am interessantesten finde. Natürlich gibt es weitere, zum Beispiel Unterschiede in den Prozessoren, die finde ich für mich jetzt erst einmal nicht ganz so wichtig, Mobilität steht für mich im Vordergrund.

So, nun die Kandidaten:

Dell Inspiron Mini 9:
Gibt’s in verschiedenen Varianten. , gemeinsam ist bei allen der 8,9 Zoll-Bildschirm. Die kleinste Basisausstattung hat 512MB RAM, 4GB Solid State, Linux, kein Bluetooth.
Die größte Variante hat in der Grundkonfiguration 1GB RAM, 16 GB Solid State, Win XP, Bluetooth, sonstige Goodies (Schutzhülle)

Dell Inspiron Mini 10:
10,1 Zoll-Display,
1GB RAM, 120GB Festplatte, Webcam, kein Bluetooth
oder teurer: 160 GB Festplatte, Bluetooth, schnellerer Prozessor

Samsung NC10:
1GB RAM, 160 GB Festplatte, großer Akku, lange Laufzeit, Bluetooth verfügbar.

Asus Eeepc 901 (Go) Linux /WinXP
8,9 Zoll
901 Go Linux:  1 GB RAM, 16 GB Solid-State, Linux, HSDPA, Bluetooth
901-W: WinXP, 1GB RAM, 12 GB Solid State, Bluetooth

Acer Aspire One
8,9 Zoll
A110L: 512MB RAM, 8GB SSD, Linux, kein Bluetooth
A150L: 1GB RAM, 120 GB HDD, Linux, kein Bluetooth
A150X: 1GB RAM, 120/160GB HDD, Windows XP, kein Bluetooth

Medion Akoya Mini E1212
10,1 Zoll, 1GB RAM, 160GB HDD, Webcam, Bluetooth-Dongle dabei, 6-Zellen-Akku. Das Medion Akoya Mini scheint ein enger verwandter des MSI Wind zu sein.

Bislang tendierte ich zum Acer Aspire One A150L, der mir ein guter Kompromiss zwischen Preis und Leistung zu sein scheint. Allerdings ist natürlich im Moment auch Cebit, da könnte es noch interessante Angebote geben! Allerdings hat Feinkost Albrecht ab Donnerstag den Medion Akoya mit großem Akku im Angebot für 329 Euro. Mit drei Jahren Garantie erscheint mir das recht günstig! Meinungen, anyone?

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2 Kommentare zu „Mini-Notebook: Kaufentscheidung“

  1. Theresa sagt:

    Den eee-rechner hatte ich im notebook-shop auch schon mal in den Fingern. Tolles ding. Handlich, praktisch, ausreichende Leistung.
    Nur konnt ich nicht damit schreiben. :/
    Also isses doch ein Dell inspiron geworden. ;)

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