Bewohnt, bemalt, begraben

Manchmal berühren einen wirklich Nachrichten, die einen sonst nicht interessieren würden. Das Würzblog schreibt, dass ein Haus abgerissen wird. Vorher wird das ganze noch zum Kunst-Event. Keine Meldung, die mich normalerweise hinter dem Ofen hervorlocken kann. Kunstevents sind meistens nicht kompatibel zu Kindern.

Trotzdem hat mich diese Meldung berührt: Von 1998 bis 2001 haben wir dort gewohnt. Ein tolles Haus, mit einem großen Garten. Im Nachbarhaus wohnten die Eltern der Vermieter, sie haben einiges über das Haus zu erzählen gehabt. Wir vermuteten, dass deren größte Sorge war, dass wir den Flur schwarz streichen könnten. Wollten wir nicht. Schließlich haben wir den Flur gar nicht mehr gestrichen. Zum Teil, weil wir gar keine Zeit dafür gefunden haben, zum anderen Teil aber auch, weil die Bambi-Tapete hinter der Garderobe einfach zu häßlichschön war, um sie zu überstreichen. Schon alleine deshalb muss ich vorbeischauen. Zu schauen, ob die Tapete noch hängt. Und um Erinnerungen aufzufrischen.

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1 Kommentar zu „Bewohnt, bemalt, begraben“

  1. Jynn sagt:

    ach ja, lauter Erinnerungen die einen bei dieser Nachricht wehnmütig werden lassen. Was passiert mit den Engeln im Garten? Und was mit dem alten, hohen Baum – bei dem wir uns immer bei Sturm ausmalten, in welche Richtung er fallen müsste, um möglichst wenig oder auch möglichst viel Schaden anzurichten… Und die Verwunderung darüber, dass dieser Baum im Gegensatz zum Dach und 1. Stockwerk des Hauses den 16.März 1945 wohl überstanden hat… und natürlich die ganzen WG-Geschichten…