Neuer Monitor und Multiseat Linux

So, heute ist nun der neue, schicke flache Monitor für meine Frau Lore angekommen. Ein Fujitsu-Siemens B17-2D, der auf meinem Schreibtisch einen ganz soliden Eindruck macht. Leider muss ich ihn in Kürze 3 Meter weiter stellen. Schade eigentlich. Ich hätte ihn auch gerne behalten. Fujitsu-Siemens ist mir übrigens auch deshalb sympathisch, weil sie extra Leute dafür bezahlen, dass Linux auf ihren Rechnern läuft. Zwar vorrangig auf den Esprimo Business-PCs, also nicht auf den Rechnern, die man gemeinhin so im BlödMarkt kaufen kann, aber immerhin!

Weil ich Informatiker bin, wird der Monitor auch nicht einfach so an Lores PC angeschlossen…Nein, er wird an meinen PC angeschlossen, aber Lore wird damit arbeiten. Wie das geht? Schon bisher ist Lores PC, ein uralt Celeron 400, nur ein Terminal für meinen Rechner. Lore arbeitet also eigentlich übers Netzwerk auf meinem, zwar mittlerweile auch schon über drei Jahre alten PC. Aber das bisschen Textverarbeitung von uns beiden gleichzeitig schafft der noch ganz anständig. Jetzt würde ich gerne Lores
Rechner endgültig in Rente schicken. Ich hatte öfter schon davon gehört, dass es möglich ist, mehrere Mäuse, Tastaturen und Monitore an einen Linux-Rechner anzuschließen. Das größte Problem war erstmal rauszufinden, wie das, was ich machen will, überhaupt heißt. Nach etwas Googlen (“Zwei Tastaturen” “zwei Mäuse” linux) kam ich schließlich zu der Erkenntnis, dass das, was ich machen will Multi-Seat Linux oder Multiseat Linux genannt wird. Kurz darauf fand ich in Chris Tylers Blog eine Anleitung.

Achtung: Jetzt wird es technisch! ;-)

Das Problem dabei: Sie beschreibt nicht ganz mein Setup. Ich komme wohl nicht drumherum, Xorg von Version 6.8.2, der momentan als stabil markierten Version in gentoo auf die Version 7.0 upzudaten, das größere Problem könnte aber meine Grafikkarte sein: Meine ati Radeon hat zwar einen VGA-Ausgang für meinen Monitor und einen DVI-Ausgang für Lores Monitor, allerdings stellt das HowTo darauf ab, dass zwei verschiedene Grafikkarten in den Rechner eingebaut sind. Das wird die letzte Notlösung sein, allerdings würde ich’s gerne anders hinbekommen. Wenn’s funktioniert, oder wenn ich aufgebe, verrate ich’s an dieser Stelle!

7 Kommentare zu „Neuer Monitor und Multiseat Linux“

  1. Markus sagt:

    Hi, ich schau mich grad auch nach Info für ne Ati Radeon unter x.org um.
    Vielleicht helfen dir ja das ATI Wiki bei ubuntuusers und das ATI Radeon Howto weiter

  2. clou sagt:

    Danke für die Links. Sie beschreiben leider nicht ganz das, was ich machen will. Die Karte läuft prima, auch Clone und Xinerama-Betrieb funktionieren prima. Aber für die Multiseat-Lösung werde ich Xnest bemühen müssen. Bremst zwar die Performance, aber man will ja nur arbeiten ;-)

  3. trees sagt:

    ok, ich hab nix kapiert, aber Flachbildschirm für Lore hört sich platztechnisch toll an! ;)

  4. clou sagt:

    War auch preistechnisch toll: Gab’s bei http://www.wiedervermarktung.de für kaum schlagbare 249 Euro. Zwar als Messegerät, was man ihm aber nicht ansieht (komplett aufbereitet), und immerhin fast zwei Jahre Garantie.

  5. Willi sagt:

    Hört sich ja nett an, es würde mich intersiren ob dus geschaft hast??

  6. ubuntu-noob sagt:

    mich würde es interessieren wie das mit den mehreren tastaturen und mäusen geht ???
    machst du es mit nem usb-hub, sprich deine mäuse und tastaturen laufen über usb ???
    denn der normale pc hat ja nur zwei ps2 anschlüsse oder irre ich mich da ???
    cu und erzähl mal wie es weiter ging .
    cu
    gruß ubuntu-noob

  7. clou sagt:

    Hm, so richtig erfolgreich war ich nicht. Zwar funktionierte es schließlich mit zwei Grafikkarten, zwei Monitoren, zwei Tastaturen und zwei Mäusen (je einmal USB und einmal PS/2). Allerdings stürzte die Kombination recht schnell ab.

    Mittlerweile ist das Arbeitszimmer geräumt, und dort, wo die zwei Rechner standen stehen jetzt Kinderbett und Wickeltisch. Ein Rechner musste weichen, der andere wanderte mit ins elterliche Schlafzimmer.

    Man lernt aber ungeheuer viel über X-Server etc., weshalb ich ein solches Projekt nur jedem und jeder Interessierten empfehlen kann.