.. was abgegeben ist, muss auch wieder abgeholt werden. Schließlich soll unser Bad ja auch mal schön werden. Sicherheitshalber haben wir das dann am Mittwoch erledigt (eine Glasplatte bei Glatteis durch die halbe Stadt zu transportieren ist sicher keine gute Idee) – und auch das war wieder ein Erlebnis. Wir wissen jetzt auch, wo normale Menschen die Firma betreten. Aber wer will schon “normal” sein
Den Weg kannten wir ja schon, das Abholbüro war schon entdeckt, also nix wie hin. Dummerweise gab es da keinen Zettel zu unserer Glasplatte. Aber der freundliche Mensch von der Pforte, äh … vom Abholbüro, ist mit uns die Glasplatte suchen gegangen und hat sie gefunden. Der Zettel ist dann auch aufgetaucht, der war nur unter dem falschen Buchstaben abgelegt. Aber bei der Handschrift vom Andreas kann man schon mal ein B mit einem D oder G verwechseln. Macht aber nix, war ja alles da.
Jetzt wollten die naturgemäß noch Geld von uns – da wir bei der Ablieferung keine Hinweise auf EC oder Kreditkartenhzahlung gesehen hatten, hatten wir das auch bar dabei. Nur der Mensch im Abholbüro wollte das Geld gar nicht – ist ja auch logisch, ist nur ein Abholbüro, kein Bezahlbüro.
Wir also los ins “Bezahlbüro”. Der Weg dahin ging einmal quer übers Werksgelände durch den Kellereingang rein ins Bürogebäude an den Sozial- und Umkleideräumen vorbei in den ersten Stock – und schon hatten wir auch den Haupteingang der Firma gefunden.
Die Menschen, die dort in den Verkaufsräumen gearbeitet haben, haben auch nur ein kleines bisschen verblüfft geschaut, ob der Richtung, aus der wir kamen. Wir haben dann schnell herausgefunden, dass wir uns jetzt von der Kundenberatung eine Rechnung ausstellen lassen müssen. Die vorwurfsvolle Frage, dass der Name aber sehr undeutlich geschrieben ist, und er nicht weiss ob das ein B, D oder G ist, haben wir schnell klären können. Und wir haben auch den Andreas nicht wegen seiner schlechten Schrift angeschwärzt …
Juhu, jetzt durften wir bezahlen. Und dass war nur auf der anderen Seite des Ganges (also des Gangs, nicht des Ganges) und dann nocheinmal vorbei an den Toiletten, Umkleiden und Sozialräumen, einmal quer übers Werksgelände und dann hatten wir endlich unsere Glasplatte. Naja fast, der Mensch im Abholbüro war gerade einer Dame behilflich, die einen größeren Auftrag abholte – da haben wir gerne nochmal gewartet. Immerhin hatte ich ja auch zum tragen der 14.7×57,0cm großen Platte einen Mann dabei
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Naja, so beim nochmal drüber nachdenken, werd ich den Eindruck nicht los, die könnten deutlich mehr schaffen, wenn die das ein wenig effektiver handeln würden. Aber vielleicht haben wir nur den falschen Weg genommen. Währen wir gleich zum Haupteingang reingegangen, dann wäre das womöglich viel einfacher gegangen…
Aber es war ein Erlebnis: wir haben viele nette Menschen kennengelernt, wir wissen jetzt, dass der Andreas ein netter Kerl mit einer Sauklaue ist, und wenn wir wieder eine Glasplatte kürzen lassen müssen, gehen wir da wieder hin – und vielleicht nehmen wir dann auch den richtigen Eingang!