dem Elch sei dank …. oder: unsere Glasplatte

denn wir durften eine Würzburger Glas-Institution kennenlernen. Und wer die nicht kennt, der sollte das schleunigst ändern! Es lohnt sich!

Angefangen hat das alles mit unserem vorletzen Elch-Einkauf. Da gab es nämlich auch ein Badzubehör mit einer Glasplatte. Und weil die Monteure die Anleitung zu genau eingehalten haben, war die Glasplatte, als das Teil endlich an der Wand hing etwa 4 Milimeter zu lang. Nochmal abbauen und neu in die Badefließen boren schien nicht so die ideale Lösung. Also muss die Glasplatte gekürzt werden. Mit einer Schere ist da nicht viel auszurichten, Säge haben wir nicht – also muss ein Glaser her…

Gar kein Problem – wir haben ja einen Glaser in der Straße! Gesagt, getan. Nach mehreren Anläufen (okay, wir hatten nicht wirklich damit gerechnet, Freitag um 16.30h noch jemanden anzutreffen) bekamen wir dann die Auskunft, dass die das nicht machen können. Aber der Flachglas- und Sperholzgroßhandel, der hier nur mit GK abgekürzt wird, weil Namen hier nicht genannt werden sollten, würde uns weiterhelfen. Gesagt – getan, wir machten uns auf zu GK.

Zugegeben, auch wir mussten im Telefonbuch nachsehen und uns dann erklären lassen, wo GK wohnt. GK hat eine riesige Anzeige im Telefonbuch und ist ein Flachglas- uns Sperrholzgroßhandel, aber sie kürzen auch Glasplatten – vorausgesetzt, man weiss, wo man hin muss… Aber eigentlich kann man die gar nicht übersehen. Es ist ein großes Werksgelände in der Nürnberger Straße zwischen Wertkauf, äh … Walmart, und Aldi. Vorm Firmenparkplatz, da hatten wir aus Verzweiflung das Auto abgestellt, der ausgewiesene Kundenparkplatz blieb trotz Werksumrundung für uns unsichtbar, sind wir schwupps über die Werkseinfahrt bei GK eingelaufen. Wozu lange einen Haupteingang suchen, wenn da schon ein Eingang ist…

Freitag mittag, 13 Uhr, wir stehen mit unserer Glasplatte neben der Werkseinfahrt in der Pforte, die laut Zettel an der Tür auch als “Abhol-Büro” fungiert, und sind frohen Mutes, nicht ganz falsch gelandet zu sein. Außer uns waren da noch einige Arbeitnehmer des Betriebs, die sich gerade auf in das Wochenende machten – unter ihnen wohl auch der zuständige Mensch für das Abschleifen unserer Glasplatte, wie sich später herausstellte.
Mit einem freundlichen “aba heut gehd des nix mehr!” wurden wir dann durch die Werkshalle geleitet, wo der nette Mensch von der Pforte den Andreas gesucht hat, der dann die Glasplatte und den Auftrag entgegengenommen hat – nachdem er mit dem Menschen von der Pforte darüber diskutiert hat, warum der Kollege, der für das Glasplatteschleifen zuständig wär, schon weg ist.
Wir haben uns dann darauf geeinigt, die Glasplatte dazulassen und sie 4 Milimeter kürzen und polieren zu lassen. Nach kurzer Diskussion: “Wann wollter des denn wieder holen?” “Wann ist es denn fertig?” “Montag is fertig – könnt ihrs holen” “Gut, dann kommen wir Montag nachmittag” “Ehrlich gesagt, dienstag wär mir lieber” einigen wir uns darauf, das Teil am Dienstag zu holen – mensch ist ja flexibel. Wohlbehütet ließen wir unsere Glasplatte in der Obhut von Andreas und seinen Kollegen und machten uns durch die Werkshalle, vorbei an vielen, seeeeehr großen Glasplatten auf den Heimweg.
Irgendwie hatten wir das Gefühl, als hätten wir einen Bankberater, der normalerweise Schiffsanleihen usw. vertickt, mit der Geldanlage von Omas Sparstrumpf in Höhe von 350 Euro beauftragt…

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